Skitourentage 2015 – Dolomiten

Lange schon nichts mehr geschrieben. Dafür gibt es einen Grund, der ist jetzt bald ein halbes Jahr alt und heißt Josef. Ganz ohne Berge geht es trotzdem nicht, aber eben in etwas reduzierter Form. Dafür sorgen fixe Termine, wie z.B. die Skitourentage mit dem SWC. Immerhin schon in der nun sechsten Ausgabe. Wer sich mit dem Verlauf des Winters beschäftigt hat, kommt zu dem Schluss, dass es im bisherigen Verlauf auch gar nicht so tragisch ist, nur wenig auf Tour zu sein. Eine erschreckend hohe Zahl an Lawinenunfällen ist zu beklagen. Der besonders ungünstige Schneedeckenaufbau vielerorts, ist auch im Campilltal zu beobachten. Überhaupt sind die Schneehöhen hier in den Dolomiten im Vergleich zum Vorjahr sehr gering. Seit Wochen herrscht Warnstufe 3, beim Anblick der geringen Schneemenge kaum verständlich. Bei genauerem Hinsehen bzw. Hintreten wird sehr schnell klar, was da los ist: Vom Wind verfrachteter Triebschnee liegt auf ein Schwimmschneeschicht. Unter diesen Umstände gilt es sehr vorsichtig und defensiv zu planen.
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SWC Skitourentage 2013 Silvretta

Eigentlich wollte ich einen langen Artikel schreiben, wie schön es war, was für ein tolles Wetter wir hatten, was für nette Menschen mit dabei waren. Aber diese Mal fasse ich mich kurz:
Geil wars! Wir sind alles zwischen Larainspitze und Heidelberger Spitze was unverspurt war runter. Jeden Tag zwei Mal rauf, damit wir auch ja nichts verpassen. Von jeglichem Hatscher talaufwärts haben wir wohlweislich Abstand genommen, denn das Gute liegt oft so nah. Aber seht selbst:
Skitour Lusen (1.373m)

Paulas erste Skitour. Unsere kleine Spanierin darf zum erstem Mal in ihrem Leben in den Tiefschnee. Damit das erste Mal nicht so anstrengend wird, gibt es eine kleine Tour im Bayerwald: Auf den Lusen. Die weithin sichtbare weiße Kuppe ist heute in Wolken gehüllt. Von Waldhäuser geht es mitten durch den Nationalpark Bayerischer Wald. Zuletzt über die sogenannte Himmelsleiter auf den baumfreien Gipfel. Runter geht es im Slalom zwischen Schneeschuh-Gehern und Rodlern auf dem Fahrweg. Zufrieden und erschöpft träumt die kleine Paula auf der Heimfahrt bestimmt schon von der nächsten Skitour.
SWC Skitourentage im Val Müstair
Ofenpass? Gefrierschrankpass ist das hier! Das Autothermometer zeigt -24°C, die Bildzeitung berichtet von historisch kalten -31°C auf der Alp Buffalora am Ofenpass.
Wie schon in den letzten beiden Jahren ist uns das Wetterglück geblieben. Sonnenschein, verschneite Berge, wunderbare Fernsicht, nur kalt ist es. Aber so richtig kalt. Der Schnee knarzt unter den Füßen, der Fellkleber zeigt nur noch wenig Wirkung, Kabelbinder brechen wie Streichhölzer und Edis Nase friert ihm fast ab. Zum Glück hat unsere Unterkunft, das Hotel Lamm in Taufers, einen großzügigen Spa-Bereich, bei knapp 110°C mehr als draußen tauen wir in der Finischen Sauna wieder auf.
Das Val Müstair ist ein Skitourengebiet par excelence – es bietet für alle Könnerstufen das geeignete Gelände. Wir starten am Donnerstag mit dem Munt Buffalora, dem Hausberg zur oben genannten Alp. Unmittelbar an der Nationalparkgrenze gelegen, bietet er uns einen Blick auf die Touren der kommenden Tage. Leider hat der Wind im oberen Teil sein Werk getan, so ist die Schneeauflage in Gipfelbereich ziemlich dünn. Gemeinerweise ist am Mittwoch noch ein wenig Schnee gefallen, so sind die Steine gut unter nur 5 cm Pulver versteckt. Die armen Skier. Trotzdem ein gelungener Einstieg.

Aufstieg Piz Dora
SWC Skitourentage am Lucknerhaus / Kals
Wie nennt man einen, der schon im Herbst des Vorjahres weiß, wo im schneearmen Februar die besten Skitourenbedingungen herrschen? Hellseher? Könner? Na ja, wohl eher Glückspilz. Als solche fühlen wir uns, als wir uns mit insgesamt 16 SWC-Skitourengehern in Richtung Großglockner aufmachen. Die Vorhersagen sind noch nicht so vielversprechend. Die Piktogramme zeigen Wolken mit leichtem Schneefall, dahinter lugt eine Sonne raus. Angekommen am Lucknerhaus ist noch nicht viel von der Sonne zu sehen, allerdings ist alles frisch verschneit, was uns auch nicht stört. Es steht auch nur eine Aufwärmtour mit LVS-Training auf dem Programm. Auf zum Berger Törl und der Glorerhütte! Im Nebel vertraue ich auf meine Nase und siehe da, plötzlich stehen wir vor der Hütte. Wie sich in den kommenden Tagen zeigen sollte, funktioniert das mit der Nase nicht immer so gut.

Wolken auf dem Weg zur Glorerhütte
Skitour Lempersberg (1789m)
Der Start in die SWC-Skitourensaison gelingt auch in diesem Jahr wieder. Nachdem in den vergangenen Wochen die warmen, fast schon frühlingshaften Temperaturen und der Regen die ganze weiße Pracht verschwinden ließen, kommt rechtzeitig am Mittwoch der Winter zurück. Doch auch die damit verbundenen Schneefälle stellen pünktlich zum Sonntag ihre Tätigkeit ein, um uns einen wundervollen Start zu bereiten. Allerdings einen kalten. Das Thermometer behauptet am Parkplatz, dass es unter -15°C hat. Brrrr! Doch kaum machen wir uns auf den Weg, kommen wir schon in den Genuss der ersten Sonnenstrahlen und der kalte Beginn ist vergessen.

Kurze Pause
Beginn der Skisaison
Am Freitag auf’d Nacht montier i de Ski auf mei Auto… und brauch 2h von Hofolding bis Holzkirchen. Naja ich sitze wenigstens nur auf dem Beifahrersitz. Um kurz nach zehn sind wir dann auch im Zillertal. Erstmal ein Bier kaltstellen.
Die gute Nachricht ist, dass wir nicht auf den Hintertuxer Gletscher fahren. Im Hochzillertal liegt schon genügend Schnee. Am Ende ist es zwar nur eine Piste, aber immer noch besser als bis auf den Gletscher.

die Skisaison ist eröffnet
Skitour ins Griesener Kar
Wie kann man nur so blöd sein und für die steilen Rinnen im Griesner Kar die Telemarker mit der Cobra R8 einpacken. Nicht nur, dass die Teile inklusive Schuhen sauschwer sind, auch die Spitzkehren sind mit dieser Bindung alles andere als ein Spaß. So würge ich mich vor den Augen zahlreicher Schaulustiger halt um jedes Eck. Mal kommt der Ski hinter dem Anderen wieder zum Vorschein, mal gräbt er sich in den Schnee ein. Aber wer cool sein will, muss halt so manches in Kauf nehmen.

Griesener Kar
Skitour Rauhkopf
Vor lauter Freude über die Nähe zu den Bergen (von unserer Münchner Wohnung aus) nehme ich gleich eine Autobahnausfahrt zu früh. Grrrr. An der Kreuzstraße stauen sich die Autos. Daher dauerts dann eher doch 45 min bis zum Spitzingsattel als die angepeilte halbe Stunde. Aber immerhin hat der Räumdienst die Straße von den Schneemassen befreit.
Da die Zeit recht knapp ist, gibt Susanne das Tempo vor und brauchen grad einmal 1 1/4 Stunden bis zum Rauhkopfgipfel.

Pacemaker
Silvester in Hochfügen
Endlich haben wir es geschafft und Silvester in den Bergen verbracht. Zusammen mit der Jugendausfahrt des SWC haben wir ein paar nette Skitage verbracht. Donnerstag und Freitag sind wir bei bestem Wetter vor den Skifahrermassen auf den Pisten ins Gelände geflohen. Zwar waren die angegeben 105cm Schnee leicht übertrieben, aber wir sind trotzdem auf unsere Kosten gekommen. Mittags hatten wir jedes Mal Glück auf der neuerrichteten Wedelhütte eine Platz zu ergattern.

Vor der Wedelhütte
Den Jahreswechsel dürfen wir bei sternenklarem Himmel, Vollmond und einem prächtigen Feuerwerk genießen. Ein bisserl zu dünn angezogen bin ich und habe leider auch meine Kamera auf unserem Zimmer liegen gelassen. Jetzt gibt’s halt keinen Fotobeweis.
Auch keine Fotobeweis gibt es von den Verhältnissen, die am Samstag vorherrschen. Über Nacht setzt Schneefall ein und immer dickere Flocken fallen vom Himmel. Am Ende sind es ein guter halber Meter Pulverschnee vom feinsten. Die Skitourenpläne sind schnell über Bord geworfen. Zu wenig Sicht, zu viel Schnee als dass man Spaß am Spuren hätte und dann gibt es auch nur eine Abfahrt. Lieber nutzen wir die Liftkarte bis zum Umfallen. Wir können kaum genug bekommen vom weichen Weiß. Aber irgendwann sind wir platt und fallen mehr als dass wir fahren.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass es so weiter geht mit dem Schnee.
Telemark Opening in Hintertux und was sonst noch so war…
Die Skisaison hat begonnen! Wenn auch ein paar Mitstreiter die Tourenskier schon im Einsatz hatten, so muss ich doch bisher auf das Eis des Hintertuxer Gletschers zurückgreifen. Immerhin sind schon drei gelungene Skitage auf meinen Telemarkern zustande gekommen.
Blick nach Süden
Scheinbergspitze (1.926 m)
SWC Saisonabschluss Tour
Letzte Woche war noch Winter und nun ist fast schon Sommer. Nachdem es nachts nicht mehr sonderlich kalt wird, heißt es heute richtig früh aufstehen. Kurz nach Wolfratshausen ereilt uns ein Regenschauer, der mich schon an der ganzen Unternehmung zweifeln lässt. Zum Glück bekommt der Rest der schlafenden Mannschaft davon nichts mit. Bei bedecktem Himmel und Temperaturen deutlich über Null Grad starten wir kurz hinter dem Schloss Linderhof. Zuerst durch ein Waldstück, dann auf einen bewaldeten Rücken von dem wir die freien Hänge auf der Nordostseite des Gipfels erreichen.
Bis hierher ist die Temperatur nochmals ordentlich angestiegen, so dass wir um die noch geschlossene Wolkendecke ganz froh sind. Ein einzelner Tourengeher, der kurz vor uns aufgebrochen ist kommt uns schon wieder entgegen. Der Gipfel kann also nicht mehr allzu weit sein. Naja, das Skidepot vielleicht.
Gipfelanstieg
Hörnle Reibn (1.548m)
Nicht wie im Führer beschrieben von Süden, sondern vom Parkplatz der Hörnle Schwebebahn in Bad Kohlgrub starten wir unsere Hörnle Reibn. Zur Hörnle Hütte kommt man zu dieser Jahreszeit wohl am besten über den Pistenbereich, was die vielen Mitskitourengeher an diesem Samstagvormittag nur bestätigen. Von der Bergstation der Schwebebahn, hier handelt es sich um einen Oldtimer unter den Sesselliften, queren wir unterhalb des Vorderen Hörnles zum Mittleren.

Auf dem Weg zum Mittleren Hörnle
Schon auf diesem Weg bietet sich eine herrliche Fernsicht auf das Wettersteingebirge. (mehr …)
Arber-Rundreise (1.456 m)
Was machen, wenn nix geht? Zuviel Schnee gepaart mit Wind, Regen und Wärme lassen die Horrornachrichten aus den alpinen Regionen nicht abreißen. Keine guten Voraussetzungen für ein Tourenwochenende im Kleinwalsertal. Mittwoch ist dann klar, die geplante Skitour im Schwarzwassergebiet ist vertagt. Was und wer bleibt übrig für eine Rundreise um den Höchsten des Bayerischen Waldes? Schnell wird klar, die Gruppe ist sehr überschaubar. Zu dritt starten wir vom Brennes mit eine kurzen Abfahrt über die Mooshütte in Richtung kleiner Arbersee. Von hier geht es mäßig steil zum kleinen Arber.
Anstieg zum Kleinen Arber
Vorbei an bizarren Gestalten, die Wind und Eis in den Fichten formen, der Ursprung von Sagen und Märchen über Hexen und Waldgeister erschließt sich sofort. Wenn man von Süden den Gipfel des Großen Arbers ansteuert, kann man kaum glauben, dass sich nur wenige Meter weiter das größte Skigebiet im Bayerwald befindet. Erst als die Sendeanlagen aus dem Nebel auftauchen und aus dem Tal die Jodler von DJ Ötzi hallen, ist man wieder in der sogenannten Zivilisation angekommen.
Gipfel Großer Arber
Nichts desto trotz nehmen auch wir gerne die Infrastruktur an und stärken uns im Aberschutzhaus, bevor wir genüsslich zurück zum Auto schwingen.
Telemarken im Allgäu
Wie bereits an Weihnachten verabredet, klappt es mit dem Skiwochen mit Klaus. Nach den Schneefällen und dem Orkan sind die Tourenmöglichkeiten gerade im Allgäu doch sehr eingeschränkt. Macht nix! Endlich können wir ein Projekt in Angriff nehmen, das schon viel zu lange warten musste: Telemarken. Im November hat mich Georg schon von den Vorzügen überzeugt. Vor allem die Neuerungen im Bereich Hardware.

Blick vom Walmendinger Horn (1.996 m)


