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Skitourentage 2015 – Dolomiten

Lange schon nichts mehr geschrieben. Dafür gibt es einen Grund, der ist jetzt bald ein halbes Jahr alt und heißt Josef. Ganz ohne Berge geht es trotzdem nicht, aber eben in etwas reduzierter Form. Dafür sorgen fixe Termine, wie z.B. die Skitourentage mit dem SWC. Immerhin schon in der nun sechsten Ausgabe. Wer sich mit dem Verlauf des Winters beschäftigt hat, kommt zu dem Schluss, dass es im bisherigen Verlauf auch gar nicht so tragisch ist, nur wenig auf Tour zu sein. Eine erschreckend hohe Zahl an Lawinenunfällen ist zu beklagen. Der besonders ungünstige Schneedeckenaufbau vielerorts, ist auch im Campilltal zu beobachten. Überhaupt sind die Schneehöhen hier in den Dolomiten im Vergleich zum Vorjahr sehr gering. Seit Wochen herrscht Warnstufe 3, beim Anblick der geringen Schneemenge kaum verständlich. Bei genauerem Hinsehen bzw. Hintreten wird sehr schnell klar, was da los ist: Vom Wind verfrachteter Triebschnee liegt auf ein Schwimmschneeschicht. Unter diesen Umstände gilt es sehr vorsichtig und defensiv zu planen.
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Klettern im Oberreintal

Ich muss mich entscheiden: Klettern im Oberreintal vs. 20 jähriges Abi-Treffen. Ich geh dann also mal Klettern. Die Kombi Bahn und Bike hat sich auch in diesem Jahr bewährt, zum ersten Mal seit vier Jahren klappt die Anreise ohne Verzögerungen. Sogar die Auffahrt und der Aufstieg zur Hütte läuft nahezu wie am Schnürchen. Am Ende fast ein bisserl zu flink bei den Temperaturen, jedenfalls sind wir schon ein wenig platt, oben auf der Hütte. Da bringt die Radlermass auch nur wenig Linderung, eher das Gegenteil ist der Fall, der Alkohol wird recht schnell umgesetzt. Aber wir wollten doch Klettern gehen. Na gut. Klettergerödel eingepackt und noch die 20 min zum Fuß des Oberreintalturms gelaufen.

Panorama Oberreintal

Panorama Oberreintal

Für Oberreintalverhältnisse echt was los hier. Über die kalte Nummer kommen uns zwei Bergwachtler entgegen, der Einstieg ist somit schon mal klar. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Aber das war’s dann schon mit der Linie. Nach der 2. Seillänge haben wir unwissend die geplante Tour verlassen und sind schnurstracks in die neueste Neuerschließung hinein. Dann geht’s los: Das Topo stimmt irgendwie gar nimmer. Wobei das wäre hier keine Seltenheit. Schon des öfteren war die Realität eine ganzes Stück entfernt von den netten Zeichnungen. Aber das man sich in einem 4er so plagen muss verwundert dann doch. Nach 2/3 der Tour beschließen wir den Rückzug um noch einigermaßen pünktlich zum Essen zurück zu sein. Auf der Hütte klärt sich das Ganze: Neutour. Heute fertig gebohrt. Schwierigkeit ca. 6+. Philosophenweg. Na das erklärt doch so einiges. Mit den Bergwachtlern noch ein paar Bier gezischt und ab geht’s ins Lager. Um halb sechs Unruhe im Schlafsaal. Hans, der Hüttenwirt ruft zum Kaffee und Aufbruch. Wir bleiben noch ein wenig liegen. Wegen der Biere vom Vorabend und weil wir’s heute eh nicht so eilig haben. Ab dem frühen Nachmittag sollen die ersten Gewitter kommen. Da kommt uns die Rentnerrennbahn ganz gelegen. 5 SL maximale Schwierigkeit 6+, das sollte passen. Und es passt auch.

Rentnerrennbahn

Rentnerrennbahn

Gegen Mittag sind wir wieder zurück und packen unsere Sachen ein. Der Himmel verdüstert sich und es wird Zeit zurück zu den Radeln und dem Bahnhof in Partenkirchen zu kommen. Wie jedes Jahr halt.

 

Schachtenwanderung im Bayerischen Wald

Woanders ist’s schon schön, aber daheim fei auch! Wer Ruhe sucht, muss nicht um die halbe Welt reisen. Bei einer Schachtenwanderung im Bayerischen Wald kann man selbst an einem Samstag in mitten der Pfingstferien stundenlang unterwegs sein, ohne eine Menschenseele zu treffen. Der Ausgangspunkt Buchenau liegt zwischen Zwiesel und Frauenau im Nationalpark Bayerischer Wald. Vom Wanderparkplatz folgt man der Beschilderung „Pestwurz“ und erreicht nach einer guten Stunde Gehzeit den ersten Schachten, den Lindberger Schachten. Die Schachten dienten bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts als Viehweiden. Die Bauern der umliegenden Ortschaften hatten das Recht in den Sommermonaten ihr Vieh in den Waldgebieten zu weiden. Jetzt bestimmen Blaubeeersträucher, alte Buchen und Ahornbäume das Bild. Durch einen wunderbaren Buchenwald geht es weiter Richtung Osten bis zum Eingang des Zwiesler Filz. Hier machen wir an der „alten Schwelle“ Rast. Die Hirschbachschwelle ist ein kleiner Stausee, der zur Holztrift genutzt wurde. Über einen Bohlensteg geht es durch Moorseen, Baumfragmenten zum Kohlschachten. Hier bestimmte vor vielen Jahren die Köhlerei das Bild, heute sind es wieder Blaubeeren, Gräser und alte Bäume. Heute liegen sie in mitten der Kernzone des Nationalparks Bayerischer Wald und Nationalpark Sumava und bieten Platz für eine einzigartige Flora und Fauna. Den Abstecher zum Latschensee nehmen wir gerne mit und erreichen mit dem Hochschachten den heutigen Umkehrpunkt der Wanderung. Nachdem wir erst am frühen Nachmittag aufgebrochen sind, reicht es uns für heute und wir laufen auf dem Radweg zurück zum Ausgangspunkt.

Mit etwas mehr Zeit im Gepäck geht der Weg weiter über die Frauenauer Alm, den Verlorenen Schachten hinunter zum Trinkwasserspeicher Frauenau und über die Staumauer zurück zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man auch mit dem Radl den Hoch- und den Kohlschachten erreichen. Hier gibt es jeweils Radlparkplätze und einen Rundwanderweg. (Wegweiser „Wolf“)

Gehzeit: 4-5 h
Ausgangsort: Wanderparkplatz Buchenau (Gem. Lindberg)

 

Urlaub in Zeeland

Nein, es muss nicht immer bergig sein, wenn wir in den Urlaub fahren. Wir können auch flach! Susanne plant schon seit längerem einen Urlaub in Zeeland, dem südwestlichen Zipfel von Holland. Ein wahres Paradies für Hundefreunde soll es hier geben. Weitläufige Strände hinter den Dünen, nicht nur „Hundestrand“ à la Italien. Wir lassen uns aber reichlich Zeit und entscheiden anhand des Wetterberichts, wohin es gehen soll. Aber die Wetterzeichen stehen günstig und so starten wir zu unseren nordwestlichen Nachbarn.  Last Minute haben wir noch ein Ferienhaus bei BHVK Leisure gebucht. Diesen Ferienhausvermieter in Burgh-Haamstede können wir nur auf’s allerwärmste Empfehlen. Bei der Ankunft in unserem Bungalow steht unter anderem schon eine Tüte mit lauter so nützlichen Dingen wie Schwamm, Geschirrspülertabs etc. bereit, außerdem bekommen wir ein Hundebegrüßungspaket. Die Abwicklung funktioniert ebenfalls reibungslos. So wünscht man sich das. Unser Ferien-Häuschen steht am westlichen Rand von Renesse. Dem Ort mit dem „ausgeprägtesten“ Nachleben in ganz Schouwen-Duivenland, allerdings nicht während wir da sind – gutes Timing… Von hier sind es 20 min bis an den Strand. Und was für ein Strand. Sandstrand soweit das Auge reicht und wir sind fast alleine.

Wir befinden uns hier im Delta von Rhein und Maas. Die Ortschaften sind meist ringförmig um die Kirche angeordnet. Auffällig ist die geschmackvolle Architektur und die sehr offen Bauweise mit vielen Fensterflächen. Die Holländischen Großstädte sind aber auch nicht weit. Bis nach Rotterdam sind es gerade mal 70km. Daneben gibt es aber auch viel Natur. Keine 10km entfernt liegt das Naturschutzgebiet Boswachterij Westerschouwen. Gerade in den frühen Abendstunden kann man hier eine Vielzahl von Tieren beobachten. Noch ein Tipp zum Thema Kulinarisches: Der Strand-Pavillon „Our Seaside“ in Renesse ist wirklich eine Empfehlung wert. Die Muscheln kommen direkt aus der Oosterschelde von Neeltje Jans, wo man übrigens auch einen netten Zwischenstopp in der Mitte des Oosterscheldedamms machen kann.

So verbringen wir hier ein Woche zwischen Entspannen, Fotografieren, Sightseeing und Essen…

 

 

Apropos Fotografieren, ich habe ein bisschen experimentiert:

Saisonfinale Skitour

Zum Saisonfinale geht es in diesem Jahr ins Stubai. Die Mitglieder der Landeslehrteams treffen sich für die jährliche Fortbildung. Da ich zum ersten Mal dabei bin, weiß ich noch gar nicht was auf mich zukommen wird. Den Lehrgangsleiter kenn ich nicht und die Einladung vom DSV ist auch nicht gerade aussagekräftig. Aber die meisten Teilnehmer kenn ich noch aus meiner eigenen Ausbildung. So schlimm kann’s also auch nicht werden.

Gipfel Zuckerhütl

Gipfel Zuckerhütl

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