Arberreibn 2012
Das Drama hat seinen Beginn schon am zweiten Weihnachtsfeiertag genommen. Die Bindung der neuen Telemarkski hat sich von selbigen während der Fahrt verabschiedet.
Dann nimmt man sich extra frei zwischen Neujahr und Hl. Dreikönig und was ist? Nach wochenlanger Trockenheit und winteruntypischen Temperaturen fällt auf einmal in den Alpen soviel Schnee, dass wieder nichts geht. Vom Arlberg bis ins Salzburger Land herrscht Warnstufe 4. Das schränkt die Auswahl an vertretbaren Touren gewaltig ein, zumal auch noch orkanartige Windgeschwindigkeiten im Spiel sind. Also bleiben wir in heimischen Gefilden und unternehmen mal wieder unsere jährliche Arberrundreise. Wie schon im vergangenen Jahr geht es über die Mooshütte zum kleinen Arbersee, von dort über den Gipfel des Kleinen Arber zum Großen und wieder hinab ins Tal. Leider war der Akku der eilends eingepackten Kamera leer und so müssen wir auf Bilder verzichten. Allen sei aber versichert, dass es ausschaut wie immer, wenn wir diese Tour unternehmen. Wolkenverhangene Gipfel und tief verschneite Bäume.
Update:
Ein Foto hat sich dann doch noch gefunden:

Arberreibn
Die Geschichte vom kleinen Arberbäumchen

Kleines Arberbäumchen
Es war einmal ein kleines Bäumchen, nicht weit vom kleinen Arbersee. Das Bäumchen war noch jung und nicht so stark wie seine Nachbar-Bäume. Am ersten Dezember fing es an zu schneien und es hörte nicht mehr auf, bis das kleine Bäumchen sind unter seiner Last schon schwer zur Seite bog. Die anderen Bäume lachten das schiefe Bäumchen aus und das Bäumchen wurde sehr traurig. Eines Tages aber stapften zwei Menschen einsam durch den Schnee. Und genau vor dem schiefen Arberbäumchen blieben sie bewundernd stehen. Die anderen Bäume reckten und streckten sich in die Höhe, um ihre volle Pracht zu zeigen. Aber die beiden hatten nur Augen für das kleine schiefe Bäumchen und fotografierten es. Seitdem steht das Bäumchen vor Stolz schon nicht mehr ganz so krumm. Es hat gemerkt, dass es etwas Besonderes ist – seit diesem Tag ist es so fröhlich, dass es mit seinem Lachen an Weihnachten gewiss am meisten von allen Bäumen strahlen wird!
Wir wünschen allen unseren Freunden Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches Neues Jahr!
Noch ein paar Bilder von dem Bäumchen und den beiden Menschen findet ihr hier!
Arber-Rundreise (1.456 m)
Was machen, wenn nix geht? Zuviel Schnee gepaart mit Wind, Regen und Wärme lassen die Horrornachrichten aus den alpinen Regionen nicht abreißen. Keine guten Voraussetzungen für ein Tourenwochenende im Kleinwalsertal. Mittwoch ist dann klar, die geplante Skitour im Schwarzwassergebiet ist vertagt. Was und wer bleibt übrig für eine Rundreise um den Höchsten des Bayerischen Waldes? Schnell wird klar, die Gruppe ist sehr überschaubar. Zu dritt starten wir vom Brennes mit eine kurzen Abfahrt über die Mooshütte in Richtung kleiner Arbersee. Von hier geht es mäßig steil zum kleinen Arber.
Anstieg zum Kleinen Arber
Vorbei an bizarren Gestalten, die Wind und Eis in den Fichten formen, der Ursprung von Sagen und Märchen über Hexen und Waldgeister erschließt sich sofort. Wenn man von Süden den Gipfel des Großen Arbers ansteuert, kann man kaum glauben, dass sich nur wenige Meter weiter das größte Skigebiet im Bayerwald befindet. Erst als die Sendeanlagen aus dem Nebel auftauchen und aus dem Tal die Jodler von DJ Ötzi hallen, ist man wieder in der sogenannten Zivilisation angekommen.
Gipfel Großer Arber
Nichts desto trotz nehmen auch wir gerne die Infrastruktur an und stärken uns im Aberschutzhaus, bevor wir genüsslich zurück zum Auto schwingen.