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Bernina 2012

Ein Traum wird wahr! Über neun Jahre nachdem ich das erste Mal hier war, gelingt uns in diesem Jahr eine wunderschöne Durchquerung der Bernina. Am Samstag laufen wir mal wieder auf die Tschiervahütte. Ich wäre so gerne auch mal mit der Pferdekutsche ins Val Roseg gefahren, aber leider ist sie schon bis zum letzten Platz belegt. Bevor wir uns eine Stunde in Pontresina rumtreiben, können wir aber doch auch gleich laufen. Kurz nach der Abzweigung haben wir die Kutschenfahrer auch schon wieder eingeholt, zeitlich rechnet sich das also nicht.

Piz Scerscen

Piz Scerscen

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Klettern im Oberreintal

Susanne ist erst im Kaiser, dann in Chamonix, leider ohne mich. Damit meine Arme nicht ganz verkümmern und die Kondition ganz im Bürostuhl verpufft, gibt es einen Kletterausflug ins Oberreintal. Mit von der Partie ist Josef, der sich in kürze für ein Jahr irgendwo in Iowa rumtreiben wird, weit weg von hohen und steilen Bergen. Also rauf ins Steile Kar, wo Kletterträume wahr werden, because flat sucks. Der Vorsatz, nie mehr ohne Bikeunterstützung da hoch zu laufen hat Bestand, allerdings ganz ohne ist das auch nicht. Nachdem die Deutsche Bummelbahn fast 5h, anstatt der angegeben 3:16 h benötigt, läuft uns der Schweiß in der prallen Mittagshitze in Strömen von der Stirn. Die letzten Meter pack ich mir dann wie erbeten auch noch einen ordentlichen Holzscheid auf den Buckel, eh scho wurscht. Aber man muss die Reise immer als Ganzes sehen und nicht nur auf die Kletterei reduzieren.  Gerade auf der Oberreintalhütte klappt das ganz gut. Hier herrscht einfach ein besonders Flair, wie man es nur noch sehr selten findet. Wir wechseln unsere triefend nasse Kleidung gegen ein wenig weniger triefende und schicken uns um noch ein paar Klettermeter zu schaffen. Hans hat uns ermahnt rechtzeitig wieder zurück zu sein, sonst ist von unserem selbst heraufgeschleppten Essen nix mehr da.

Radlkante

Radlkante

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Seilschaftscoaching in Chamonix

Nach dem heimischen und immer wieder schönen Kaiser geht´s wenige Tage später raus in die große Welt – Chamonix ruft. Wird ja langsam mal Zeit, auch die Westalpen ein bisschen zu erkunden. Gletscher, die bis in den Wald hinunterreichen und zahme, dickgefütterte Steinböcke reichen schon für erste Verzückung.

Am Col de Montets warte ich bei einem Eis gemütlich auf Birgit und dann geht´s erstmals hinunter ins legendäre Alpendörflein. Birgit war schön öfter in der Gegend, kennt aber bislang auch nur die schnellste Strecke den „Toutes directions“-Schildern nach, hat also auch noch keinen Fuß auf Chamonixer Boden gesetzt. Nun starten wir die erste Erkundungstour durch die Fußgängerzone. Nach einer Nacht am Col de Montets in Birgits komfortablen VW-Bus geht´s am nächsten Morgen wieder runter zur Aiguilles du Midi-Bahn. Dort treffen wir auf Tom, unseren Bergführer, der die nächsten Tage die Rolle des Coachs (und Jokers) einnehmen wird und sorgsam überwacht, was wir auf Tour so treiben. (Was zuweilen wohl deutlich mehr Geduld und Nerven erfordert, als uns am Seil hinterherzuschleifen, und nebenbei auch etwas länger dauert…)

Von der Aiguilles du Midi geht´s auch gleich mit der ersten Traumtour, dem Arête des Cosmiques, los. Am Grat sind wir fast alleine unterwegs, laufen nur an der Schlüsselstelle mal kurz auf die Dreier-Seilschaft vor uns auf. Ansonsten niemand vor und niemand hinter uns, also die Gelegenheit, das ganze in vollen Zügen zu genießen. Purer Genuss – fast schon ein bisschen schnell ist´s vorbei und wir finden uns über die Treppe auf der Aussichtsplattform wieder.

Arête des Cosmiques

Arête des Cosmiques

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Felsupdate im Wilden Kaiser

Dem guten Vorsatz folgend, 2012 intensiv in meine außerberufliche Ausbildung zu investieren, geht´s Freitag Früh los zur Griesner Alm. Drei Tage Aufbaukurs Alpinklettern stehen auf dem Plan, Schwerpunkt Seilhandling sowie Standplatzbau vom Bohrhakenstand bis hin zum selbst gebastelten Stand an Klemmkeilen, Schlaghaken und Friends. Mein Ziel ist es, ausgiebig und ohne Zeitdruck effektive und effiziente Abläufe einzuüben. Die durchaus erwartete Erkenntnis: Meine bisherigen Eigenbauten lassen sich auch eleganter und schneller umsetzen…

An der Griesner Alm treffe ich Benno und Michi, die den Kurs leiten, sowie die restlichen Teilnehmer, darunter auch Birgit, mit der ich drei Tage später Richtung Chamonix starten werde. Klar, dass wir auch diese Tage schon in gemeinsamer Seilschaft nutzen wollen. Und so wird intensiv geübt und das Gelernte am folgenden Tag gleich im „Abgebrochenen Kamin“ (V) umgesetzt.

Abgerbrochener Kamin (V)

Abgebrochener Kamin (V)

Fotos © Benno Keill

Too much snow in june

Es gießt in Strömen, typisches Juniwetter, wie auch in den letzten Jahren. Was mir die Gartenarbeit verleidet, selbigem aber ganz gut tut, kommt in den Bergen aber als Weiß vom Himmel. Richtung Ende der Woche ist aber Besserung in Sicht. Sowieso die einzige Möglichkeit in den kommenden Wochen etwas gemeinsam zu unternehmen. So werden Termine verschoben oder abgesagt, um eine der beliebtesten Nordwände in Angriff zu nehmen: die Hochfeiler-Nordwand.

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