Einmal Wetterstein – hin und zurück

Samstag geht es mit einem Sack voll Flöhen auf die Alpspitze. Hierzu kein weiterer Kommentar, nur soviel: echt anstrengend.

Rush hour an der Ferrata

Rush hour an der Ferrata

Nachdem ich die Horde in den Nordwandsteig entlassen habe, laufe ich noch knapp dreieinhalb Stunden über die Stuibenhütte, Stuiben und den Schützensteig zur Reintalangerhütte. Dreieinhalb Stunden absolute Ruhe. Keine Menschenseele läuft mir über den Weg. Meine Begleiter sind ein Steinadler, ein paar Dohlen und ein großer Frosch.

Stuibenhütte

Stuibenhütte

Auf der Hütte wieder das gegenteilige Bild. Enge, Hektik, Gedränge. Mir ist schlecht. Bringe kaum einen Bissen runter. Schnell ins Lager, Oropax rein. Ahhh, wieder Ruhe. Sonntag um sechs geht’s wieder zurück. Dieses Mal spare ich mir die vermeintliche Abkürzung über den Schützensteig und laufe außen rum über die Bockhütte zurück zu Alpspitze. Um kurz nach neun bin ich mit Susanne, Frimi und Popi verabredet. Auch wieder drei Stunden absolute Einsamkeit. Heute morgen treffe ich nur ein schimpfendes Eichhörnchen und einen kapitalen Hirsch, der durch das Unterholz bricht.

Morgenstimmung

Morgenstimmung

So richtig fit fühle ich mich heute aber immer noch nicht. Zum Glück hat Susanne heute ihren Vorstiegstag. Am scharfen Ende des Kanari-Seils klettert sie eine Seillänge nach der anderen durch die Alpspitz-Nordwand. Frimi und Popi folgen uns. Irgendwann ist die Kletterei zu Ende und wir laufen die Ferrata wieder zurück zu unseren Rucksäcken. An der Bergstation der Alpspitzbahn hat uns die Zivilisation wieder. Ein Wochenende der Extreme zwischen absoluter Ruhe und bunten Treiben.

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