Cinque Terre

Nachdem wie 2012 den Jahresurlaub in Ligurien haben ausklingen lassen, starten wir dieses Jahr gleich mal dort. Wir haben insgesamt 11 Tage Zeit, davon sind sieben schon fix in einem Ferienhäuschen im Hinterland von Finalborgo. Die ersten vier Tage sind noch unbestimmt. So wälzen wir Reiseführer, durchforsten das Internet, trauern noch nicht gekauften Autos hinterher. Schlussendlich entscheiden wir uns aber für Cinque Terre. Vor über zehn Jahren hat mich ein Sportkatalog mit Bildern inspiriert, die mich bis heute von dem Wunsch beseelen, diese Landschaft zu bereisen. Der Empfehlung Vieler folgend, beziehen wir unser Quartier außerhalb der fünf Orte, ein Stückchen noch vor Levante in der Gemeinde Framura: Sostio a Levante. Ein kleiner Agriturismo mit eigenem Weinberg, schöner Anlage, netten Zimmern, zuvorkommenden Service und ausgezeichneter Küche. Eine absolute Empfehlung!

Sostio a levante

Sostio a levante

Wenn man Ruhe haben will in den Cinque Terre, reist man am besten im Februar hierher. Anfang Mai ist schon einiges los hier, im Hochsommer sollte man besser keine Berührungsängste besitzen. Weder im Zug, noch auf den Wanderwegen, noch sonst wo. Es gibt einige Möglichkeiten die fünf Orte zu Fuß zu erwandern. Der bekannteste Weg trägt die Nummer 2, immer an der Küstenlinie entlang. Starke Regenfälle in den vergangenen Wochen haben die Erdrutschgefahr so stark erhöht, dass die Verbindungen zwischen Riomaggiore, dem südlichsten Ort und Corniglia, dem Ort in der Mitte, gesperrt ist. So werden wir zu unserem Glück über die Berge „gezwungen“. Den meisten Touristen aus Übersee und sonstwo her ist das scheinbar zu anstrengend und so sind wir doch alleine unterwegs. Zwischen den beiden Orten liegt Manarola. Das Bild des Naturhafens ist wohl schon zigtausend Mal abgelichtet worden, jedenfalls kommt es einem so vor.

Manarola

Manarola

Wir teilen uns die fünf Ort in zwei Etappen auf. Die Ersten führt uns von Süden in die Mitte, die Zweite von Norden. Als günstiges Verkehrsmittel, sofern man das Ticket abstempelt, steht die Eisenbahnlinie zu Verfügung. Mit ihr lassen sich bequem alle Orte erreichen, sowohl von Norden, als auch von Süden. Rund um die Bahnhöfe sind meist genügend Parkmöglichkeiten vorhanden, zumindest im Mai.

Auf der Etappe von Monterosso nach Vernazza bekommen wir einen Eindruck von dem Gedränge, das zur Hochsaison hier herrschen muss. Offiziell ist der Weg gesperrt, was allerdings nicht davon abhält ihn zu begehen und somit auch Wegegebühr zu erheben. Aus beiden Richtungen kommen die Wanderer und drücken sich aneinander vorbei. Das ganze wird nur noch übertönt vom Lärm eines Hubschraubers, der in Akkordarbeit Baumaterial zu einer Baustelle fliegt.
Vernazza ist vermutlich der schönste Ort, bunte Häuser drängen sich eingezwängt rund um dem kleinen Hafen und den steil aufsteigenden Hügeln.

Vernazza

Vernazza

Auf dem zweiten Teil unserer heutigen Wanderung zwischen Vernazza und Corniglia ist es schon wesentlich ruhiger. Wir genießen die Landschaft und die ständig wechselnden Perspektiven.

Auf unserer Überführungsetappe nach Finale Ligure statten wir noch Camogli einen Besuch ab. Leider reicht die Zeit nicht um nach San Fruttoso zu wandern, aber das muss noch nachgeholt werden.

Camogli

Camogli

 

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