Dolomitisuperski #3

Und noch einmal geht es über den Brenner nach Süden. Und wieder biegen wir ins Pustertal ab und beziehen Quartier in Prags. Dieses Mal im ebenfalls empfehlenswerten Tuscherhof. Dieses Mal waren Ralf und Jürgen die Initiatoren, ich habe mich quasi nur um die Unterkunft und Koordination gekümmert. Ralf kennt das Skigebiet rund um Sella und Pordio wie seine Westentasche. Allein in diesem Winter hat er schon 12 Tage hier verbracht. Dass es sich um einen außerordentlich schneereichen Winter in den Dolomiten handelt, muss ich glaub ich nicht mehr erwähnen. So gibt es eine klare Arbeitsteilung: Samstag gibt es ein paar Rinnenklassiker und viele Pistenkilometer, Sonntag einen Skitourenklassiker.
Dolomitisuperski #1

Eine Fönlage jagt die Nächste. Nördlich des Alpenhauptkamms bleibt der Winter in diesem Jahr aus. Südlicher schaut die Sache ganz anders aus. Schneemassen türmen sich in den Dolomiten auf. Peter meldet sich unter der Woche, ob ich Lust auf Skitouren oder Eisklettern hätte. Was für eine Frage. Von Benediktbeuern starten wir noch etwas unentschlossen Richtung Süden über den Brenner. Als wir bei Brixen ins Pustertal abbiegen, fragen wir uns wo denn diese Schneemassen sein sollen. Alles braun und grün. Aber je weiter wir gen Osten vorankommen umso weißer wird die Landschaft. Auf dem kleinen Sträßchen zum Parkplatz „Drei-Schuster-Hütte“ liegt links und rechts der Schnee schon meterhoch. Unser erstes Ziel soll die Schusterrinne sein. Steil geht das Kar weit hinauf. Wir entschließen uns bevor es in die eigentliche Rinne hineingeht mal einen Blick in die Schneedecke zu werfen. Immerhin haben wir Warnstufe 3 und flacher wird es nicht mehr. Der eingeschneite Saharastaub in Kombination mit einem Harschdeckel bewegt uns zum umkehren. Wir fahren bis zur Forststraße ab und Fellen wieder auf. Dann machen wir eben den Hochebenkofel. An der Dreischusterhütte vorbei geht auf dem Talgrund alles andere als steil dahin. Bis zum Gipfel kommen wir aber dann auch nicht. Der letzte Hang ist gut eingeweht, da hat man besser auch nix verloren. Nun kehren wir endgültig für heute um.

